PKV-Beitragserhöhung 2026: Was Sie jetzt tun können

Zum Jahreswechsel 2025/2026 sind die Beiträge in der privaten Krankenversicherung für rund 60% aller Versicherten um durchschnittlich 13% gestiegen. In einzelnen Tarifen betragen die Erhöhungen bis zu 60%. Wenn auch Sie betroffen sind, haben Sie mehrere Möglichkeiten, Ihre Kosten zu senken.

Warum steigen die PKV-Beiträge so stark?

Die Gründe für die Beitragsanpassungen sind vielfältig: steigende Kosten für medizinische Leistungen und Arzneimittel, höhere Lebenserwartung und damit längere Leistungszeiträume, niedrige Zinsen auf die Altersrückstellungen der Versicherer, und weniger Neukunden, was die Kalkulation belastet. Die Beitragsanpassungen werden von einem unabhängigen Treuhänder geprüft und von der BaFin überwacht.

Mehr Informationen zu den Versicherern: AllianzAXA, Barmenia, Continentale, Debeka, DKV, Gothaer, Hallesche, HanseMerkur, Signal Iduna

Ihre Optionen bei einer Beitragserhöhung

2026 steigen PKV-Beiträge um durchschnittlich 13%. Prüfen Sie jetzt, ob Sie durch einen internen Tarifwechsel sparen können – ohne Kündigung, ohne Verlust Ihrer Altersrückstellungen.

Interner Tarifwechsel nach §204 VVG

Wechseln Sie in einen günstigeren Tarif bei Ihrem bestehenden Versicherer. Altersückstellungen bleiben erhalten, keine Gesundheitsprüfung bei gleichwertigen Leistungen. Das ist in den meisten Fällen die beste Option.

Selbstbeteiligung anpassen

Eine höhere Selbstbeteiligung senkt den monatlichen Beitrag. Das lohnt sich vor allem, wenn Sie selten zum Arzt gehen.

Wechsel zu einem anderen Versicherer

Nur in Ausnahmefällen sinnvoll, da Sie einen Teil Ihrer Altersrückstellungen verlieren und eine neue Gesundheitsprüfung bestehen müssen.

Wechsel in den Basis- oder Standardtarif

Als letzte Option, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind.

So funktioniert der Tarifwechsel nach §204 VVG

§204 des Versicherungsvertragsgesetzes gibt Ihnen das Recht, jederzeit innerhalb Ihrer Versicherungsgesellschaft in einen anderen Tarif zu wechseln. Ihre Altersrückstellungen werden vollständig übertragen. Bei einem Wechsel in einen gleichwertigen oder günstigeren Tarif ist keine erneute Gesundheitsprüfung erforderlich. Im Durchschnitt sparen Versicherte, die dieses Recht nutzen, 40% ihrer monatlichen Beiträge.